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Arab Strap und noch viel mehr

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Samstag. Gut, R.E.M. hat man vielleicht im Fernsehen gesehen. War jedenfalls eine wunderbare Atmosphäre und dann gab’s ja sogar ein paar Klassiker mit auf die Ohren. Da will man sich nicht beschweren, muß aber auch nicht viele Worte drüber verlieren. Zumal dann nicht, wenn die folgende Woche Köln mit großen Konzerten überhäufte, zu denen man unmöglich allen gehen konnte. Aber manch einer hat sich doch vergleichsweise erfolgreich versucht, mußte sich den Überschneidungen aber eben auch schon mal geschlagen geben (auch ein Grund dafür, warum hier kein weiteres Wort über das Konzert von Ash steht).

Sonntag. Blumfeld im Prime Club. Restlos ausverkauft sagt der nette Zettel an der Wand und drinnen merkt man es auch. Der verfrühte Sommer hat Köln fest im Griff (na hoffentlich gibt’s im Sommer auch noch Sommer) und eigentlich will man da doch gar nicht in engen überfüllten Clubs rumhängen. Aber die Musik verlangt es ja, Blumfeld stellen die neuen Songs vor, noch bevor das Album rauskommt, aber nach dem die ersten Verrisse schon zu lesen waren: Jetzt ist das endgültig Schlager, die Texte sind auch nur noch platt und "Graue Wolke" hat ja schließlich ein Saxophon-Solo, jetzt ist alles vorbei, sagen selbst solche, für die nicht vorher schon alles vorbei war - und von denen wiederum gab es ja auch schon einige. Aber: Alles Quatsch. Große Band, Großes Konzert, Große Songs. Alberne Kalauer, auch, doch das ist man ja gewohnt. Neben "Die Diktatur der Angepaßten" und "Old Nobody" und "Ich - wie es wirklich war" und "Ghettowelt" besonders schön: "Verstärker" mit Saxophon am Ende.

Montag. Fireside im Underground. Kaum Leute da, die Band scheinbar voll bis oben hin und unfreundlich bis planlos. Schade, denn Fireside leben zuweilen in einer ganz eigenen wunderbaren Welt zwischen Pop und Core, schräg und schnell und laut und leise und langsam und schön, aber heute abend nur: Scheiße.

Dienstag. Arab Strap und Bright Eyes im Gebäude 9. Gut gefüllt, obwohl die Musik ja nach schlechter Laune verlangt. Bright Eyes sind jung, wie heißt der Gute noch mal ? Egal, an statt Lo-Fi-Konzept-Alben zu machen, wird sich heute auf die Musik konzentriert - und die ist gut. 30 Minuten waren viel zu kurz. Arab Strap haben länger Zeit und nutzen diese angemessen. Aidan Moffat hat augenscheinlich einen etwas gesünderen Lebensstil gepflegt als zuvor, sieht gesünder aus, wirkt lebhafter. Party-Musik wurde deswegen nur auszugsweise dargeboten, doch muß das auch nicht sein: Diese Gitarrenklänge erfüllen das Gebäude 9 mit einer zarten, klaren Melancholie, die nicht niederschmettert, sondern auf angenehme Weise nachdenklich stimmt. Gott, das klingt jetzt beschissen, ist aber trotzdem wahr.

Mittwoch. Mark Eitzel im Gebäude 9. Wer den armen Mark Eitzel hier hin gebucht hat, gehört mit dem Klammerbeutel gepudert. Daß das Gebäude 9 diesem Publikumsansturm problemlos standhalten würde, mußte sich jeder an einem Finger ausrechnen können. Mark Eitzel hat eben eine eher handverlesene Fangemeinde, die allerdings dafür enthusiastisch und auch immer wieder überraschend humorvoll ist. Ihr alle, die Ihr nicht da gewesen seid, Ihr habt viel verpaßt.

Donnerstag Mogwai im Prime Club. Vielleicht ist die neue Mogwai wirklich die beste. Vielleicht ist Flöte und Cello auf der Bühne des Guten zuviel. Vielleicht ist es genau richtig. Wer weiß das alles so genau ? Man kann nachher in den Rose Club gehen und anderen Leuten davon vorschwärmen, aber wer dafür Ohren hat, der hätte sowieso dabei sein müssen. Idealerweise natürlich mit geschützten Ohren, denn Mogwai tendieren bekanntlich dazu, laut zu sein - aber mit der entsprechenden Vorbereitung überleben auch Deine Trommelfelle eine solcher Veranstaltung ohne Verlust. Und dann ist es eben auch richtig gut.

Freitag. Pause.

(ms)





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