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John Lee Hooker

Mr. "Boom Boom" is dead


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New York - Er starb wie er gelebt hat. Umgeben von Freunden, die ihn verehrten. Friedlich und gelassen tat er in seinem Haus in Los Altos, südlich von San Francisco, seinen letzten Atemzug. Hooker hat Generationen von Musikern beeinflusst. In den Neunzigern hängte man ihm den Titel "Großvater der Pop-Musik" an. Vorher hieß er unter anderem "The King of Boogie", "Mr. Lucky" und natürlich "The Boom Boom Man".

Geboren wurde er an einem 22. August als eines von elf Kindern eines Baptisten-Pfarrers in der Arme-Leute-Kleinstadt Clarksdale im Mississippi-Delta. Die meisten US-Quellen geben das Geburtsjahr mit 1917 an, einige andere bestehen auf 1920. Er selbst erzählte, er sei mit 14 von zu Hause ausgerissen. In Memphis/Tennessee, im Musik-Mekka an der Beale Street, durfte er zunächst Klos und Tische schrubben, aber bald auch auf die Bühne.

Zu Hookers Welthits gehören "Boogie Chillun", seine 1948 erschienene erste Single, und der Song "I'm In The Mood", der sich 1958 mehr als eine Million Mal verkaufte. Mit seiner tiefen und rauen Stimme besang er, wenn nicht gerade die Frauen und die Liebe, die Einsamkeit, den Whiskey, aber auch die harte Arbeit der Plantagen- und Fabrikarbeiter.

Von wenigen Ausnahmen abgesehen blieb er einem archaischen Blues ohne große Schnörkel treu. Geradezu trotzig zupfte er seine Gitarre, stampfte den Rhythmus und knurrte seine Texte, als B.B. King längst einen vornehmen Upper-Class-Blues spielte und im Smoking auftrat. Dennoch beherrschte Hooker sämtliche Richtungen dieser seelenvollen Musik. "Er kennt den ganzen verdammten Blues der Erde", sagte sein Produzent und Manager Al Smith einmal.

Hookers Gitarren-Rhythmen waren Geburtshelfer des Rock 'n Roll. Die Rolling Stones griffen sie auf, nachdem sie als Vortruppe bei Hooker-Konzerten spielen durften. Eric Clapton, Bruce Springsteen und Bob Dylan verehrten ihn. Genau wie Jim Morrison, der sich mit The Doors zu den wahrscheinlich erotischsten Abwandlungen des Hooker-Stils inspirieren ließ.

Einige seiner rund 100 Alben gehören heute noch zu den weltweit meist verkauften Blues-Platten. Nachdem ihn die US-Musikakademie im vergangenen Jahr mit einem Sonderpreis für sein Lebenswerk geehrt hatte, sagte Hooker in einem Interview: "Ich weiß nicht, was ein Genie ist, ich weiß nur, dass niemand jemals so geklungen hat wie ich." (rm)





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