Jim ist ein Lebenskünstler, der gelernt hat, aus den Unbilden, die das Leben mit sich bringt, persönlichen Profit zu schlagen und den Weg dorthin mit gelegentlich verletzender Offenheit beschreibt. Weil das nicht ganz so finster klingt, wie man vermuten könnte, ist der tröstende Effekt erheblich für den, der sich darin widerfindet. Für alle anderen bleibt die Musik. Großartige Musik. Wie Hank Williams und Robert Johnson, Beck und Tom Waits setzt Jim eine genialisch unreine Musik zusammen, die ebenso traditionell verhaftet wie zeitgemäß ist. Banjo und Dobro, verirrte Elektronik, Arabismen, abgefressener Bluegrass und Country-Blues, taumelnde Samples und komatös betrunkene Walzer bilden das klangliche Umfeld, in dem Jim unaufdringlich emotional mit überraschend klarer Stimme zwischen Howe Gelb (Giant Sand) und Matt Johnson (The The) intoniert. In der Tat: "No such place" - abgesehen von Jims Debüt "Wrong eyed Jesus" vielleicht. ( rm)
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