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The Doors

Auch 30 Jahre nach seinem Tod lebt die Legende Jim Morrison


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Poet und Punk in einer Person

Für seine aufrüttelnden und tiefgründigen Texte wird er auch 30 Jahre nach seinem Tod verehrt. Morrison hat schneller gelebt als andere, besessener und intensiver. Geleitet war er von der Suche nach dem Extremen, nach den Grenzen der menschlichen Existenz. Als Vehikel dienten ihm dabei Drogen aller Art. Seine Exzesse bezahlte er mit einem frühen Tod: James Douglas Morrison war 27 Jahre alt, als er in einer Badewanne in einem Pariser Hotel tot aufgefunden wurde. Die Legende, er habe sein Ende nur inszeniert, um fortan unbehelligt dichten zu können, lebt bis heute.

Morrisons Grab gehört zu den meist besuchten Touristenattraktionen

Fast unverändert lebt auch sein Ruhm fort: Morrisons Grab auf dem Friedhof "Pere Lachaise" in Paris gehört zu den meist besuchten Touristenattraktionen der Stadt. Zum 30. Todestag besuchten Tausende von Fans die Stadt. Auch das Geschäft mit Best-Of-Platten und Devotionalien blüht - geschürt nicht zuletzt von den drei verbliebenen ehemaligen Doors: dem Gitarristen Robby Krieger, dem Schlagzeuger John Densmore und dem Pianisten Ray Manzarek, der mit seinem prägnanten Orgelspiel den unverwechselbaren, feierlichen und mystischen Sound der Gruppe schuf.

Zusammen mit Manzarek gründete der erfolglose Filmstudent Morrison die Doors 1966. Den Namen nahm er von Aldous Huxleys Werk "The Doors of Perception" und zeigte damit, was ihm die Band bedeutete: Ein weiteres Mittel auf dem Weg zu den Pforten der Wahrnehmung. Diese Türen zur anderen Seite galt es zu durchbrechen, wie Morrison es in einem der ersten Doors-Hits festhielt: "Break on Through to The Other Side". Das Anfang 1967 erschienene erste Album "The Doors" lobte die Kritik als bestes Rockdebut aller Zeiten.

Vulgarität und Respektlosigkeit zog die Leute an

Die Band lebte zu großen Teilen von Morrisons Anziehungskraft. Seine Unberechenbarkeit, seine Vulgarität und Respektlosigkeit zog die jungen Leute an wie sie die Alten abstieß. Morrison war fasziniert vom Chaos, und in selbiges stürzte er viele "Doors"-Auftritte. So schmiss ein Barbesitzer die Band mitten in einem ihrer ersten größeren Gigs hinaus, weil ihm die heutige Doors-Hymne "The End" mit ihrer Zeile "Mother, I want to fuck you" dann doch zu viel war.

Morrison wurde mehrfach wegen Trunkenheit oder ausfälligen Benehmens verhaftet. 1969 kam er hinter Gitter, weil er während eines Konzerts in Miami sein bestes Stück entblößt haben soll. Er vergaß während der Bandauftritte im Drogenrausch die Texte oder fiel betrunken von der Bühne. So berühmt Morrison die Band mit seinen skandalträchtigen Auftritten auch machte, so oft brachte er die Doors an den Rand des Ruins.

Das Geschäft mit dem skandalösen Dichter läuft wieder

1991 löste der Hollywood-Regisseur Oliver Stone mit seinem Film über die "Doors" das bislang größte Revival aus. Seitdem läuft das Geschäft mit dem skandalösen Dichter Morrison wieder. Die drei verbliebenen Doors tun sich dabei vor allem mit der Vermarktung des alten Materials hervor. Bis auf den Gitarristen Krieger, der immerhin sechs Solo-Alben mit meist instrumentalem Jazz herausgebracht hat, ist keinem von ihnen viel Neues oder Eigenes eingefallen.

Bisweilen treten sie in medienwirksamen Inszenierungen sogar noch live auf: So standen sie 1993, als die Band in die "Rock and Roll Hall of Fame" aufgenommen wurde, mit dem Pearl-Jam-Sänger Eddi Vedder auf der Bühne und spielten im September 2000 mit Ian Astbury von The Cult und Scott Weiland von den Stone Temple Pilots in Los Angeles alte Doors-Songs.

Der neuste Knüller heißt nun "Bright Midnight Recordings", ein Internetlabel, über das die drei verbliebenen Doors neu entdecktes Material vertreiben. Bis zu 30 Stunden Interview-Tapes, 19 komplette Live-Mitschnitte und sogar Soundcheck-Material sollen nun scheibchenweise versilbert werden.

(rm)


-> Weitere Informationen unter:
http://www.thedoors.com/




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