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Captain Soul - live @ London Monarch, 7.7.01

Captain Soul, Heist und Fonda 500


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Die von mir wie selbstverständlich als Headliner angesehenen Captain Soul spielen leider direkt als erste Band, haben um diese Zeit gerade mal so 20 Zuschauer (die die Band scheinbar gar nicht kannten) und legen schon nach ca. 30 Minuten die Instrumente weg. Trotzdem war's eine große Freude, sie hier im kleinen Barflyclub im Camden Monarch gesen zu haben. Die Songs vom Album (T-Shirt 69, Something to believe in, What's it all about und mein Lieblingssong Coming up for air als Abgang) klingen live auch fast so wie auf CD, was besonders aufgrund des ausgedehnten Harmoniegesangs erstaunlich ist. Gitarrenmäßig wurde etwas mehr Gas gegeben, was auch nötig war, um wenigstens den Raum mit Sound zu füllen. Es gab noch ebenso viele neue Songs, die etwas weniger 60s-Einfluss erkennen ließen. Und dann demnächst bitte als Headliner!

Als Heist ihr umfangreiches und außergewöhnliches Equipment aufgebaut hatten, war der Club schließlich auch gut gefüllt und bot die angemessene Kulisse für Heist's akustische Cinemascope-Show. Ich kenne wirklich keine andere Band, die so konsequent ihrem Motto treu bleibt. Dies könnte man ungefähr mit "James Bond goes eastern Europe" beschreiben, was sich ja auch durch ihr Konzeptalbum "Friday night at the trabi races" zieht. Ohne Bass und Violinistin, die von einer neuen Multi-Instrumentalistin ersetz wurde, dafür mit Bass- und Sample-Loops, Klarinette, Trompete, Theremin, Keyboard, Gitarre, Schlagzeug und Boy/Girl-Gesang sind Heist schon klanglich sehr interessant und abwechslungsreich. Die Songs pendeln zwischen Spannung, Dramatik und Romantik - vor dem geistigen Auge sieht man Sean Connery den Bösewicht am Flughafen einer osteuropäischen Hauptstadt jagen und später in den Armen des Bond-Girls versinken. Unterstützt wird dieser Eindruck auch durch das Erscheinungsbild der Band: Sänger und Schlagzeuger in schwarzen Anzügen, link und rechts die Damen in Second-Hand-Abendkleidern. Im Herbst kommen Heist auch wieder nach Deutschland (hoffentlich mal in die Nähe von Köln) und haben dann vielleicht schon ihr zweites Album im Gepäck, an dem sie im Moment arbeiten.

Ja - Fonda 500. Ähem, das soll also der Headliner sein? O.k, eins muss man der Band ja lassen - sie hat zumindest Unterhaltungswert. Musikalisch ist's auch teilweise richtig gut und erinnert bisweilen an Magoo oder Urusei Yatsura. Aber aufgrund dieses "Sängers" fällt es einem schwer, sich irgendwie ernsthaft darauf einzulassen. Da sitzt eine Art überdimensionaler Badly Drawn Boy mit zwei-Bommel-Mütze, gequetscht hinter ein beleuchtetes Pult mit Sampler und Billigkeyboard, patscht auf den Tasten herum und sein Gesang beschränkt sich überwiegent auf "Auuuu, yeah, one two three, iiieehhh, mmmhhhh" und so weiter. Songs müssen schon mal zwei bis drei mal gestartet werden, da er die "fucking shit" Technik nicht beherrscht. Als Topact des Abends eine glatte Fehlbesetzung würde ich sagen; dafür hatte man aber 'ne Menge zu lachen...

(jk)



-> Weitere Informationen unter:
http://www.super8recordings.com/heist.html




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