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Paul Weller, Embrace

Ein schöner Tag am Niederrhein!


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Es gibt sie noch. Die schönen und kleinen Festivals, ohne Open-Air Kino, Bungee Jumping vom Kran und das Spaßbad inklusive. Und trotzdem schaffen es diese Festivals Publikum anzuziehen. Meist durch die Qualität der auftretenden Künstler und Akteure. So ist Haldern (Respekt vor der Freizeit). Weit entfernt von der Zivilisation trafen sich Pop-Freunde um Ihrer Musik zu frönen. Ich kann leider nur von einem Tag berichten, aber der hatte es in sich. Es war der verheißungsvolle Samstag und ich begab mich nach langem Schlafen, ausreichend Mittagessen und Auto waschen, auf die Autobahn um den nicht ganz so weiten Weg nach Rees hinter mich zu bringen. Als ich den Weg geschafft hatte, stand bereits Tom Liwa auf der Bühne um von seinen Erfahrungen mit der Welt zu berichten. In gewohnter und allseits bekannter Art und Weise (Hallo Bernd B.) trällerte er uns seine Lieder entgegen.

Photos von Soulwax, Embrace und Paul Weller

Also erst mal sichten wer sonst noch da ist und ein Bierchen trinken - danke Olaf. Aber danach begann der Tag dann spannend zu werden. Wer jetzt meine Ergüsse über Soulwax lesen will, den muss ich leider enttäuschen. Ich war leider zu spät da und habe sie schlicht und einfach verpasst. Nun schickten sich Embrace an, die Festival-Bühne zu erobern und uns, die erwartungsvollen Musikfreunde in Ihren Bann zu ziehen. Vielen Dank, dass das auch funktioniert hat. Dem Original treu und Stil sicher verstanden sie es mit ihren, mehrfach geforderten Hits wie "Hooligan" und "Fireworks" das Publikum zum tanzen und feiern zu bringen. Ein gelungener Einstand für den bevorstehenden Abend und dessen Highlight war gelegt. Es hat gut getan zu sehen wie sie es verstehen ihre Lieder von der Platte live zu performen die Hörer sofort in ihr Zuhause oder ihren Stammclub zu entführen. Ein Band die überzeugen kann, wurde uns präsentiert und wir möchten sie.

Weiter erstreckte ich das Vorprogramm mit K's Choice. Die Belgier, mit einer ein Jahr dauernden Bühnenabwesenheit, schafften es zwar die anwesenden Fans zu begeistern, aber sonst keinen. Es wurden merklich weniger die sich mit der "scheinbar ewig gleichen" Musik beschäftigen. Eine schöne Stimme zwar, aber immer die gleichen Enden eines Liedes können langweilen. Und dann kam der Hit, aber sonst war leider nicht viel dahinter was die Band zu bieten hatte.

Aber der Abend sollte ja zum Glück noch nicht an seinem Ende sein. Was nun folgte, darauf hatte ich bereits Jahre gewartet. Er sollte auftreten. Er, der Ober-Mod, Mr. Coolness in Person. Mr. The Jam, Mr. Style Council und einer der beliebtesten Solokünstler der britischen Popmusik. Paul Weller erfüllte die Bühne. In Ordnung, vielleicht übertreibe ich ein wenig, aber trotzdem war es ein Erlebnis diese Musik-Legende live zu sehen. Es dauerte ein wenig bis er auftreten konnte, da die Roadies beim Aufbauen Mist gebaut hatten, aber umso größer war die Vorfreude auf den Live-Gig. "Er gilt vielen Britpop-Bands wie Ocean Colour Scene als eine Art Ahnvater des Brit-Pop; der Sänger und Gitarrist aus Woking im südenglischen Surrey hat seinerseits nie ein Hehl daraus, dass er etliche Inspiration aus den Sixties zog" und das war auch zu Beginn der Show zu merken. Zunächst waren die großen Knaller im Programm und es gelang auch damit das Volk zur Begeisterung zu treiben. Ein Ergebnis jahrelanger Erfahrung. Was darauf folgte war dann ein Feuerwerk der langen Soli und gigantischer Arrangements. "Daraus hätte man auch zwei machen können." Nur ein Zitat des Abends der dann immer mehr in ruhigen Songs sein jähes Ende nahm, denn der Meister hat keine Zugabe erteilt.

Auch erwarteten einige das noch alte Jam-Hits zu hören sein werden. Aber auch dieses Vergnügen sollte unerhört verklingen. Trotz dieser Widrigkeiten kann und sollte man dieses Konzert in die Reihe guter Highlights mit einbeziehen. Denn Paul Weller besticht durch seine absolute Präsenz auf der Bühne, die seine restlichen Mitmusiker in den Schatten stellt. Er ist halt auf der Bühne. Ein Tipp, besser bei der nächsten Gelegenheit nicht verpassen. Man muss nicht auf die Platten stehen, um Paul Weller auf der Bühne gut zu finden.

(Felix)




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