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The Flaming Lips - Yoshimi battles the pink robots

21st century spaceblues


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Kritiker sind die Alchimisten unserer Zeit: sie machen mitunter aus Scheisse Gold. Manchmal aber auch andersherum.

Bei dem letzten Album der Flaming Lips konnte ich mich noch selbst davon überzeugen, dass es gut war, bevor fast alle Kritiker in ein Horn bliesen und "The Soft Bulletin" zum Album des Jahres 1999 erklärten.

Bei dem neuen Album war es leider anders. Noch vor der Veröffentlichung wurde das Album, diesmal von restlos allen, auf das höchste gelobt. Jetzt sind auch die dabei, die ´99 "The Soft Bulletin" fatalerweise ignoriert hatten. Den Fehler wollte man wohl nicht noch einmal machen. Das passt meinem kleinen Ego nun überhaupt nicht, denn es bekommt ungern gesagt, welches Album ich mir unbedingt kaufen und besitzen muss, um mitreden zu können.

Kampf dem Hype !

Doch es sind die Flaming Lips; vielleicht einer der besten live Acts ("Act" passt hier besser als "Band"), mit Sicherheit die sympathischste Band, die ich kenne.

"Yoshimi battles the pink robots" ist ein Konzeptalbum, und Konzeptalben sind weder gut noch böse. Es ist wesentlich elektronischer als sein Vorgänger aber auch eine konsequente Weiterentwicklung zu dem, was mit "The Soft Bulletin" begann.

Ein gutes Album, allerdings auch mit Schwächen, wie z.B. der Track "Yoshimi battles the pink robots, pt.2", eine für dieses Konzeptalbum obligatorische Kakophonie (es geht hier schliesslich um einen "battle"), oder der Opener "Fight test", der doch sehr an Cat Stevens "Father & son" erinnert, was angeblich ein Zufall ist und erst bei den Aufnahmen im Studio bemerkt wurde (die Tonleiter hat ja nicht so viele Töne).

Ob es das beste Album dieses Jahres oder Jahrzehnts wird, ist fraglich, aber mit Sicherheit ist es das bisher interessanteste und eins von denen, das man noch in vielen Jahren hören kann und wird.

Also doch nicht der "Quantensprung der Rockmusik", obwohl die Flaming Lips das Potential dazu hätten. Siehe das vorletzte Album (oder Projekt) "Zaireeka": vier CDs mit den selben (oder besser: gleichen) acht Songs, nur verschiedene Spuren der Aufnahmen. Die vier CDs sollen simultan auf vier CD-Spielern gespielt werden, aber man kann auch weniger beliebig kombinieren und kleine Zeitdifferenzen sollen sogar den extra Kick geben. Leider sind nicht alle der Songs auf Zaireeka wirklich gut. Das "Zaireeka" Projekt mit den Songs der Soft Bulletin! Das wäre es gewesen!

Doch so haben sie zumindest bisher zwei "Quantenhüpfer" auf dem Kerbholz.

"Yoshimi ..." hat natürlich auch seine unschlagbaren Stärken: "Ego tripping at the gates of hell", ein Song, der so gut ist wie sein Titel oder der Ausreisser des Albums: "Do you realize??". Ausreisser, weil: eine einfache, arg poppige Melodie und ein so simpler Text, dass es weh tut:

Do you realize - that you have the most beautiful face

Do you realize - we're floating in space

Do you realize - that happiness makes you cry

Do you realize - that everyone you know someday will die

(yeuz)





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