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JJ72

Kinder rocken auch nicht anders


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Man sollte meinen, Kulturpessimismus müßte inzwischen eigentlich erste Bürgerpflicht sein. Doch stattdessen werden weiterhin Nichtigkeiten zur Unterhaltung erklärt, wird Ordinäres mit Superlativen bedacht. Als wenn Unterhaltung und Reflexion sich ausschlössen, als wenn man nicht darauf bestehen dürfte, sich beim Entertainment nicht der völligen Inhaltslosigkeit ausgesetzt sehen zu müssen. Es ist eben nicht Grundbedingung für ein herzhaftes Lachen, das Gehirn auszuschalten. Doch Adjektiv-Verbote für Ran-Reporter werden sich bis auf weiteres nicht durchsetzen lassen. Radiohead als Schimanski-Begleitmusik ? Da bleibt die nicht so leicht zu beantwortende Frage, von wem geht denn der Menschenwürde-Angriff aus ? Von dem, der die Möglichkeit bereitstellt - oder denen, die sie nutzen ?

Moment - das steht doch so auch schon woanders ? Egal es paßt auch hier: JJ72 als Vorgruppe der Go-Betweens im Prime Club. Jugend gegen Können. Nostalgie gegen Neuigkeiten. Denn jung und neu sind JJ72 irgendwie schon. Sie haben als Vorgruppe auch ein kleines feines bißchen Krach gemacht, zwei Songs sogar, die die Bezeichnung verdienen, sind auf der Haben-Seite zu verbuchen: „Oxygen“ und „October Swimmer“. Man kann auch hier den Mantel des Schweigens über die Texte breiten, doch immerhin wird bewiesen, daß das Rezept Junge mit Falsetto-Stimme und Gitarrenkrach mir stoischem Schlagzeug auch im Jahr 2000 noch zu durchaus respektablen Ergebnissen führen kann.

Aber eben nicht muß - als letzter Song wurde ein Werk präsentiert, in das hoffentlich nicht mehr als 5 Minuten Arbeit geflossen sind: ruhige Strophe mit besagtem Falsetto-Gesang und dann mal richtig auf die Kacke hauen für den B-Teil. Macht jede Schülerband bei der zweiten Probe so. Das Urteil kann daher nur lauten: Vielversprechende Ansätze. Dürfen wiederkommen, wenn ein oder zwei Schritte in Richtung Eigenständigkeit gemacht worden sind. Next !

(ms)



-> Weitere Informationen unter:
http://www.jj72.com




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